
Geschichte
- 1809 Erste Erwähnung des „Hüthäuserl“
Es diente erst als Unterkunft des Gemeindehirten, später als Armenhaus für nicht mehr arbeitsfähige Tagelöhner, Knechte und Mägde - 1877 Bau eines Feuerwehr-Requisitenhauses (Spritzenhaus) direkt neben dem Hüthäuserl
- 1908 Abbruch des Spritzenhauses
- 1913 Aufstockung der Wohnungen, Unterbringung des Feuerwehrgerätehauses im neuen Anbau
- 1981 Neubau und Erweiterung des Feuerwehrhauses
Das ursprüngliche Hüthäusl existiert in seiner historischen Form heute nicht mehr.
Das „Hüthäuserl“
Das „Hüthäuserl“ in Gemeindebesitz wurde erstmals 1809 erwähnt. Es war ursprünglich die Unterkunft des Gemeindehirten (Hüthaus), später das Armenhaus der Gemeinde.
Nachdem es um 1800 noch keine Sozialversicherung gab, musste die Gemeinde, wenn keine Familienangehörigen ausfindig gemacht wurden, für arme und nicht mehr arbeitsfähige Tagelöhner, Knechte oder Mägde aufkommen. Für diese Alten war der Lebensabend oft ein grausiges Überleben. Immer auf der Suche nach Essbarem, nach einem Almosen, kamen sie als ungebetene Bettel-Besucher zur Mittagszeit oder Abendzeit zu den Höfen. Nach 1877 ist der Bau eines einfachen Feuerwehrhauses neben dem „Hüthäuserl“ vermerkt. Wie jenes aussah, ist nicht mehr zu eruieren.
Das ehemalige Hüthäuserl stand neben der alten Dorflinde und wurde 1913 zu einem Wohnhaus, zum heutigen Gemeindehaus, aufgestockt. Seit 1981 ist dort auch das neue Feuerwehrhaus untergebracht.
Textquelle (so nicht anders vermerkt):
Ott, Ludwig (Hrsg.): Milli und Sterz. Kunstverlag Josef Fink. Lindenberg im Allgäu, 2005.